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Fabrikschleichach - Das Golddorf

Fabrikschleichach gewann im Jahre 2003 im Bundeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft - Unser Dorf soll schöner werden" auf Bezirksebene die Goldmedaille.
"Die Bürger von Fabrikschleichach sind sehr engagiert in sozialen, kulturellen und gestalterischen Fragen ihres Dorfes. Das Dorf ist sehr gut durchgrünt. Viele Beläge wurden entsiegelt. Der Dorfweiher ist naturnah gestaltet und lädt zum Verweilen ein. Der Friedhof überzeugt durch seine weiterentwickelten Gestaltungselemente." So lautete im wesentlichen die Begründung für den Erfolg unseres Dorfes auf unterfränkischer Ebene.
Im Jahre darauf, also 2004, war Fabrikschleichach auf Landesebene wieder vorne mit dabei, zwar nicht ganz oben, aber auch die Silbermedaille kann man als großen Erfolg bezeichnen.

Kaserne
Gedenkstein - Unser Dorf soll schöner werden
Backhaus

Fabrikschleichach gehörte zu Karbach und war einmal eine Art barocker Industrievorort. Am 1. Januar 1706 gründete Adam Berger in den tiefen Wäldern um Karbach eine Glashütte. Den ausgefallenen Namen "Fabrikschleichach" erhielt der Ort erst 140 Jahre später, kurz vor seinem endgültigen Niedergang übrigens. Balthasar Neumann war Pächter vom 01.03.1737 bis 28.02.1748 und vom 01.03.1752 bis zu seinem Tod und scheint als Glasfabrikant einen ähnlichen Genius entwickelt zu haben wie als "barocker Bauintendant". Als den hat man ihn, angesichts seiner Unternehmerqualitäten, neuerdings erkannt. In seiner Fabrik wurden damals unter anderem die Gläser für die Würzburger Residenz, die Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen und auch die für Maria Limbach geschmolzen. Im 18. Jahrhundert, zur Blütezeit der Glashütte, gingen bis zu 85 Prozent des Produkts in den Export und es gab stolze Jahresumsätze von bis zu 40.000 Gulden. Das entspräche heute etwa 150.000 EURO. In der Glashütte selber waren damals 50 Leute beschäftigt, drum herum aber noch Hilfskräfte wie Aschenbrenner, Fuhrleute oder Holzfäller, so dass oft bis zu 140 Leute für die Glasfabrik ihr Brot fanden. Eine enorme Zahl bei der geringen Bevölkerungsdichte hier: "Heute wäre man froh, einen Betrieb dieser Größenordnung mit so viel Beschäftigten im Gemeindebereich zu haben!"

Um die Glasfabrik entstand dann auch eine Siedlung mit kleinen, ebenerdigen Häuschen wegen ihrer gleichförmigen Bauweise hieß die Siedlung auch "Kaserne". Sie heisst heute noch so.

Kaserne
Keramikfabrik Tummeley - früher Pottaschensiederei
Ökologische Forschungsstation d. Uni Würzburg

Wir werden an dieser Stelle die Dokumentation über Fabrikschleichach nach und nach erweitern.
Hier erhalten Sie Informationen über das Buch (Fabrik)-Schleichach - Die Geschichte der Glashütte im Steigerwald (1706 - 1869).